Historische Burgfestspiele auf Runneburg zu Weißensee

Die Runneburg
Die Runneburg

Juli A.D.2006       Eine Veranstaltung der besonderen Art stellten für uns die Burgfestspiele auf der "Runneburg" in Weißensee dar. Klar, immerhin waren wir inmitten unserer thüringer Heimat und befanden uns auf geschichtsträchtigem Boden. Soll hier doch das allererste Reinheitsgebot für teutsches Pihr urkundlich belegt sein. Wir hatten geplant, ein komplettes Wochenende auf der Burg zu verweilen, doch schon am Einlass schreckte uns der Preis von 9,- € ab. Immerhin war es ja schon Abend und Mehrtageskarten oder Gewandetenrabatt gab es nicht. Zu gern hätten wir die Mönche von "Potentia Animi" gesehen. Somit blieb uns eine mittelalterliche Entdeckungsreise durch die historischen Gebäude Weißensees und die Möglichkeit am Sonntag frühzeitig wieder zukommen.

Bestens vorbereitet versuchten wir nun zur Mittagsstund die Tore zur Burg zu erstürmen. Die Wachleute am Eingangsportal waren hartnäckig und mussten zunächst mit mehreren Schlucken Drachenblut unschädlich gemacht werden. Auf dem Burghof und innerhalb der Burgmaueren tummelten sich viele Vaganten, Possenreiser, Gaukler, Mundschänke, Tand- und Trödelhändler, Handwerker, wie Schmiede, Holzdrechsler oder Wollspinnerinnen.

Die Ritter vom "Freien Ritterbund Thüringen" hatten ihre Lager aufgeschlagen und belebten es durch Lagerküche und Ritterkämpfe.

So zusagen auf Tuchfühlung gingen wir mit "Pill & Pankratz" und "Pampatut". Sie versüßten uns die Mittagshitze. Nicht genug davon - heizten uns die Spielleute von "Saltatio Mortis" zusätzlich mit ihren Melodeyen ein. Da hielt es niemanden mehr auf seinen Afterballen.

Der Höhepunkt des Tages bildete das Spannen des Triboc (Blide) mit anschließendem Steinkugel-Schleudern. Um eine Vorstellung von der Gewalt einer solchen "Teufels-Werkzeug" zu haben, hier mal ein paar Daten. Die hier auf dem Gelände der Runneburg stehende Steinschleuder soll weltweit die größte ihrer Art sein und kann 50-100 kg schwere Geschosse bis zu 500 m weit schleudern. Wenn es sein müsste, auch gegen Burgmauern. Dafür wurde sie einst entwickelt.  Das Spannen des Wurfarmes dauerte gute 30 Minuten - der Abschuß nur Sekunden. Wie ein Spielzeug sauste die Steinkugel davon.

Den Ende des Tages (21.00) bildete das Abschlußkonzert von "Saltatio Mortis".

 

 

Fazit:      keine Mehrtageskarten möglich

              kein Gewandetenrabatt

              Auswahl der Künstler ist sehr gut

              ist empfehlenswert

                                                                    R

 

             

Video zum Steinschleuder-Abschuß

Zur Bildergalerie

Video zum Auftritt von Saltatio Mortis

                                                                                                    Startseite