Stauferspektakel zv Waiblingen

Juli A.D.2011   Zum ersten Juliwochenende wurde uns Kurzurlaub im Mittelalter versprochen. Anlässlich des Stauferspektakels zv Waiblingen verbrachten wir gleich zwei Tage in der schönen Altstadt Waiblingens. Unmäßige Mengen an überwiegend ungewandeten Schau- und Feierlustigen strömten vom zeitgleich stattfindenden Altstadtfest herüber auf die Brühlwiesen an der Talaue. Dennoch freute es uns umso mehr, in den Schaulagern bekannte Gesichter und Freunde zu sehen. So war doch immer mal Zeit sich zum Erzählen zu treffen. Die Darstellung der Lagernden hat uns gut gefallen. Beim Kochen, Handwerken, Nähen oder Alltagsleben wurde merklich auf Autensität Wert gelegt.

Eine beachtliche Anzahl an Höhepunkten versprach Unterhaltung auf hohem Niveau. Und das alles für keinerlei Wegzollentrichtung.

Fleißig spielten mehrmals am Tag und bei der Nacht „Metusa“, „Wildfang“, „Silberschatten“, „Tinitus Brachialis“, und „Filia Irata“ zum Tanze auf. Die Nachtigal vom Neckartal – „Knud Seckel“ verzückte den geneigten Zuhörer mit allerfeinstem Minnesang.

Auf der Aktionsfläche wechselten sich die Darbietungen der Falknerey Anderswelt ab mit denen der Schwertkämpfenden. Für die Kurzen gab es zig Möglichkeiten sich bei den Mitmachangeboten zu beteiligen. So konnten Lederbeutel gebastelt, Kupferschüsselchen getrieben, Glaskugeln beblasen, Speckstein bearbeitet oder Wolle gefilzt werden. Im Märchen- und Erzählzelt vergaß man die Zeit bei Geschichten von Macht, Minne und Liebe. Ach ja, ein mittelalterlicher Markt war ja auch noch zu sehen. Reichlich waren vorführende Handwerker und Händler angereist und boten gern auch lauthals ihre Waren feil. Mitunter fanden wir die Organisation der Standplatzierungen etwas schwierig und unlogisch. Verstopfte Gassen machten das entspannte Weiterkommen zum Geduldsspiel.

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Was woanders in einem Bereich dann toll und harmonisch gelang, sorgte an anderen Stellen wiederum dafür, dass große Flächen leer blieben. Und so kam es, dass das zusätzliche Lagerleben an der entfernt liegenden Rundsporthalle schon unter den Gewandeten Scherz halber als Pestlager der Aussätzigen betitelt wurde. Um die Leute auch dorthin zu lenken, fehlte jeglicher Hinweis auf dem Marktgelände. Das dort angesetzte Bogenturnier verpassten wir. Der Gastrobereich war überwiegend geschmackvoll hergerichtet. Sitzmöglichkeiten waren immer zu finden. Bequeme Strohballen luden uns zur entspannten Rast ein. Auch die Preise waren Markt entsprechend in Ordnung.

Das Friesenteam Rheingold präsentierte seine herausgeputzten Rappen und sorgte damit für reges Interesse. Und wem das noch nicht reichte, der konnte sich im Räuberlager als Dieb oder der Wegelagerei erproben lassen. Natürlich durfte Gaukelei und Narretei nicht fehlen. Puppentheater und Improvisationstheater mit „Theatrum Fabula Magna“ sowie alle Akteure des Tages läuteten beim Tavernenspiel für uns das Tagesende ein.

 

Fazit:     immer noch komplett kostenlos – lockt viele  

             Trunkenbolde an (abends)

             WC’s kosten jetzt einen halben Taler

             Etwas mehr Beschattung wäre schön

             Parken ist in unmittelbarer Nähe möglich – teils kostenpflichtig

             Massen an Menschen

             2 Veranstaltungen parallel ungünstig – das Niveau leidet

 

                                                                               R.

 

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