Crana Historica - Festung Rosenberg zv Kronach

Juni A.D. 2014   Um ein Haar fast, wäre für uns das Pfingstwochenende, trotz tropischer Temperaturen, buchstäblich ins Wasser gefallen. Nun, von Anfang an. Das schnuckelige Städtchen Kronach in Oberfranken war rasch erreicht. Die Festung Rosenberg war schon von weitem auszumachen. Doch, wie hochkommen, wenn alle Wege für die Kutschen gesperrt waren. Ein Bus-Shuttleservice. Mit 2 Kinderwagen und bei der Hitze eine gute Idee. Nach fast einer geschlagenen Stunde genervten Wartens, ging es dann nun endlich los. Die Stimmung war gedrückt. Oben angekommen, waren es nur noch ein paar steile Meter bis wir ins bunte Gewusel aus mittelalterlichem Allerlei eintauchen konnten. Aller Ärger war verflogen. Wir hatten uns ja immer gefragt, wo denn die Gwandeten sich so rumtreiben. Klare Antwort: "Hier".

Die Programme waren bereits in vollem Gange. Von den Bastionen wummerten die Kanonen und Musketen. Schwerpunkt der historischen Darstellungen lag klar geschichtlich begründet in der Zeit des 30jährigen Krieges. Schlachtdarstellungen, Fechtvorführungen, Barocktänze, Mörserschießen oder Artilleriebeobachtung waren nur einige Veranstaltungsschwerpunkte.

Auch das Mittelalter kam nicht zu kurz. Entlang des inneren Wallgrabens hatten im so genannten unteren Lager sich die Lagerlebenden bekannter Gruppen neben den Bräuknechten ausgebreitet. Für Abkühlung gab es neben einem Badehaus reichlich Flüssiges für die trockenen Kehlen. Unsere (eigentlich einige) erste Runde führte uns zunächst durch den Zeughaushof. Viele schöne Marktstände säumten die Wege, bei denen wir immer wieder hängen blieben. Dennoch war es Zeit für eine schattige Pause in der Kernburg. Dort wurde auch einiges zur Kinderunterhaltung bereit gehalten. Dafür musste, wie auch vereinzelt sonst auf dem Gelände, extra bezahlt werden. Etwas gestärkt ging es weiter - über die Brücke oberhalb des Wallgrabens - zu den oberen Lagern, entlang der hinteren Bastionen. Diese wurden erstmals mit ins Geschehen einbezogen. 

Was uns wirklich gut gefallen hat, was das es keinen festen Ort für die Spielleute mehr gab. Diesen zogen immer wieder über das große Areal und spielten mal hier, mal da. Und dennoch haben wir gar nicht alle sehen und hören können. Als wir uns zum Abend hin auf den Heimweg machten, strömten uns zahlreiche Besucher entgegen. Das lag sicher nicht nur an den Temperaturen wohl eher an den geschlossen Kassen.

Ein rundum gelungenes Fest, welches alle 2 Jahre statt findet.

 

Fazit:   gratis Parken nur im Stadtkern möglich

            Kein Gewandetenrabatt

            unzuverlässiger Shuttleservice - lieber gut gelaufen, als

             schlecht gefahren

            tolle Kulisse

            Preis-/Leistung Gastro in Ordnung

                                                                                   R.

 

 

 

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